Meditatative Kunst- und Atemtherapie (MKA)

Im Atem lässt sich die ganze Lebenseinstellung des Menschen ablesen.“ (Graf Dürckheim)

Die Meditative Kunst- und Atemtherapie (MKA) ist eine integrative Therapieform, die körperbetonte Selbsterfahrung mit geistig meditativer Konzentrationsübung und anschließendem Ausdruck im Bild verbindet. Das Hauptwerkzeug dabei ist der Atem – er ist die Grundbewegung des Lebens. Im Atem begegnen wir nicht nur mehr und mehr unserem eigenen Selbst, was zu einer Verbesserung des Selbstvertrauens führt (= unserem Selbst wieder mehr vertrauen) sondern wir erlangen auch Bewusstheit über Blockaden, Anspannungen und Fixierungen.

In der MKA werden die TeilnehmerInnen angeleitet, ihr persönliches momentanes Atemmuster wertungsfrei zu beobachten, zu erkennen und auf Papier sichtbar zu machen. Langfristiges Ziel ist es dabei, wieder zu einer tiefen, befreiten Atmung zu gelangen, was zu einer Erhöhung des inneren Gleichgewichts führt und damit auch zu einer gesundheitlichen Stabilisierung. Durch die Sichtbarmachung der hierfür entwickelten Bewegungsformen und -rhythmen wird in sanfter Form auf eine mögliche Überwindung von Atemstörungen und Fehlatmungen hingearbeitet. Im anschließenden bildgebenden Ausdruck können wir mit den unbewussten Anteilen in uns in Kontakt kommen.

Eingerahmt sind die Übungseinheiten in Körperübungen, Theorie und geführte Meditationen.

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit sich in der Gruppe zu erleben und am Ende ihre Erfahrungen mit der Gruppe zu teilen. Jeder kann über seine Prozesse reden aber keiner muss dies tun. Dies ist ein sanfter Einstieg in die gruppentherapeutische Arbeit. 

Voraussetzungen sind keine notwendig. Auch künstlerische Kenntnisse oder Fähigkeiten sind nicht notwendig.

 

Die Kunst heil zu werden...

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Meditation

Hilft uns, in unsere Mitte zu kommen

Alles kann der Meditation dienen und zur Meditation werden.

Der lateinische Wortstamm „medi“ bedeutet in die Mitte kommen. So haben z.B. Medi-tation und Medi-zin ursprünglich das gleiche Ziel: dem Menschen dazu verhelfen wieder mehr in seine eigene Mitte zu kommen. Je mehr uns das gelingt, desto gesünder werden wir und je mehr wir aus der Mitte fallen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich körperliche Themen Ausdruck verleihen.

Die bekanntesten Meditationstechniken wurden in Indien (Yoga) und Japan (Zen-Buddismus) entwickelt und sind dort Teil des täglichen Lebens. Hierbei steht die ganzheitliche Verbindung von Körper-, Seele und Geist im Vordergrund.

Bei der Meditation geht es darum die Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu richten – zum Beispiel auf den Atem oder Körperempfindungen.

Sie fordert uns einerseits auf, absichtslos geschehen zu lassen, ganz im Hier und Jetzt zu sein, alle Erwartungen und Zielvorstellungen loszulassen und uns um ununterbrochene Achtsamkeit zu bemühen.

Dabei kann Meditation still oder auch in Bewegung durchgeführt werden..

Meditation kann dabei helfen, Stress besser zu bewältigen, die eigene Aufmerksamkeit zu trainieren, Gedanken bewusster wahrzunehmen, mehr Ruhe im Alltag zu finden, gelassener zu werden und Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Gleichzeitig hilft uns die Meditation einen Zugang zu unserem Unbewussten und zu unterdrückten Teile unserer Seele zu bekommen. Da das Unbewusste letztlich eine Abspaltung von unserem ursprünglichen Zustand der Ganzheitlichkeit und Einheit ist, kann uns die Meditation dazu verhelfen, diese verlorenen Anteile wieder zurückzuerobern. Dies führt zu mehr Ausgeglichenheit und Lebensfreude.

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Atem

Als Erfahrungsraum 

„Der Atem erinnert uns daran, dass wir nicht alles festhalten können – und dass es manchmal genügt, loszulassen, um wieder ganz bei uns anzukommen.“

In der MKA werden TeilnehmerInnen angeleitet, Ihr persönliches momentanes Atemmuster zu erkennen, zu beobachten, zu erfahren, nicht zu beurteilen oder verändern zu wollen sondern ihn sogar auf dem Papier sichtbar zu machen.

Dabei geht es darum, sich selbst zu erkennen und mit allen Vorzügen, Einschränkungen und Grenzen anzunehmen. In der Erkenntnis „es atmet mich“ liegt nicht nur der autonome Anteil der Atmung sondern auch die Verbindung zu einer höheren – geistigen Welt über die wir immer über unsere Atmung verbunden sind. Wir empfangen den Atem und die Atmung stellt sich von selbst ein – wir brauchen es nur geschehen zu lassen.

Der Atem ist eine Grundbewegung des Lebens. Atem ist Rhythmus und Rhythmus ist die Grundlage alles Lebendigen. Rhythmus besteht aus zwei Polen. Beim Atmen ist das Einatmen und Ausatmen. Ein Pol lebt von der Existenz seines Gegenpoles. Verschwindet ein Pol, verschwindet auch der andere. Beide Pole zusammen bilden eine Ganzheit. In der MKA stellen wir auch wieder die Atempause in den Focus, die oft vernachlässigt wird. Sie hilft uns, unsere innere Ruhe wiederzufinden und gibt uns ein Gefühl des Ruhens in uns selbst.

„Solange wir atmen, ist jeder Augenblick eine neue Möglichkeit, das Leben zu spüren.“

Gleichzeitig kann der Atem als Bindeglied zwischen der bewussten und der unbewussten Ebene gesehen werden. Daher schreibt Fridjof Capra „Unser Atemmuster reflektiert die Dynamik unseres gesamten Geist/Körper-Systems und der Atem ist der Schlüssel zu unserem emotionalen Gedächtnis“. Unser Atemmuster spiegelt unsere Beziehung zum Leben. Eine Veränderung des Atemmusters hängt mit einer Veränderung unserer Befindlichkeit zusammen. Wird unser Atem freier und tiefer, so wird auch unser Leben freier und tiefer.

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Kunst

Die Sprache unserer Seele

Sich kreativ im Leben auszudrücken, gehört zu den grundlegenden Bedürfnissen des Menschseins.

Die MKA hilft vielen Menschen, wieder einen Zugang zu ihrer künstlerischen Ausdrucksweise zu bekommen und dem inneren Dialog Ausdruck zu verleihen.

Dabei ist es unabdingbar, sich negativen Glaubenssätzen und Vorurteilen in Bezug auf die eigene künstlerische Ausdruckskraft zu stellen und diese zu überwinden. Dies braucht erst einmal Mut.

Der therapeutische Prozess liegt im spontanen Malen. Es werden Pinsel, fließende Farben und Aquarellpapier benutzt. Der ästhetische Gesichtspunkt spielt keine Rolle.

Der entscheidende Faktor ist die Erfahrung, die während des Malprozesses entsteht.

Aufgabe ist es, beim Malen so wenig wie möglich zu denken. Das Bild entsteht mehr durch die Gestik als durch die Ästhetik. Die Farben werden scheinbar wahllos und zufällig benutzt.

Das Malen soll in Ruhe und in größtmöglicher Entspanntheit – ohne Bewertung, Vergleich und Verstand – erfolgen.

Durch das Nachgeben und das Hinabtauchen in das Unbewusste können zum Teil lange unterdrückte Gefühle wieder Ausdruck bekommen: Wut, Zorn, Schmerz, Trauer können wieder an die Oberfläche kommen und sich lösen. Durch das anschließende Betrachten und wirken lassen des Bildes kann Unbewusstes wieder ins Bewusstsein kommen oder auch eine weitere unbewusste Verarbeitung stattfinden. Dabei vertraut die MKA der Seele des Malenden, dass sich nur diese Themen zeigen, die im Moment auch verarbeitet werden können.

Dies hat einen sehr heilsamen Effekt, der auch im Bild ablesbar ist: Die Bilder werden freier, lockerer, spontaner, der Atem geht wieder tiefer, der Körper entspannt sich weiter und das Strömungsempfinden steigert sich.

Insgesamt wird durch den Prozess das Selbstvertrauen gestärkt, Hemmungen und Blockaden abgebaut und der Bezug zum Körper intensiviert.

Damit wird Kunst zur nonverbale (nichtsprachlichen) Psychotherapie.

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MKA

Die Verbindung ist mehr als die Summe seiner Teile

Die MKA ist ein hervorragend bewährtes, auf persönliche Ressourcen ausgereichtes übendes therapeutisches Verfahren, die eine Verbindung von Atem, Meditation und Kunst schafft. Durch diese Verbindung beeinflussen und unterstützen sich die Therapieformen gegenseitig.

Sie wurde von Prof. Michael Schwindt in Hildesheim entwickelt und hat bereits sehr vielen Menschen zur Rückgewinnung von Selbstvertrauen, gesundheitlicher Stabilisierung, individueller Kreativität und mehr Lebensfreude verholfen. Die theoretischen Grundlagen beziehen sich auf medizinische, psychologische und tiefenpsychologische Erkenntnisse sowie auf die Stressforschung. Die MKA-Übungen beziehen sich auf Bewegungsübungen, die direkt aus der Atmung gewonnen werden und die eine Aktivierung der Zwerchfellatmung zum Ausgangspunkt haben, mit dem Ziel einer gelösteren, befreit fließenden mäßig tiefen und mäßig langsamen Atmung.

Die einzigartige Verbindung von gesundheits- und kulturbezogenen Übungen der Meditation sowie der Kunst- und der Atemtherapie spricht die TeilnehmerInnen ganzheitlich an, denn sie verbindet körperbetonte Selbsterfahrung und geistig meditative Konzentrationsübung mit anschließender kompensatorischen Farb-, Mal- und Gestaltübungen. Durch die Entstehung eines intrapsychischen Dialoges können Selbstheilungskräfte freigesetzt und persönliche Ressourcen entdeckt werden.

 Die MKA hilft, persönliche Problembereiche zu erkennen, beim Abbau von Ängsten, zur Lösung von Verspannungsschmerzen, eigene Bedürfnisse besser wahrzunehmen, innere Ruhe wiederzufinden, Sinnzusammenhänge zu erkennen, neue Perspektiven zu gewinnen, Orientierungshilfen zu erhalten, Entscheidungsimpulse und mehr Selbstvertrauen zu bekommen sowie noch vieles mehr.

Sie ist geeignet für Einzel- und Gruppenarbeit.

 

Häufig gestellte Fragen

Die MKA ist gerade für Menschen geeignet, die von sich glauben, nicht malen zu können.

Wir alle bilden im Laufe unseres Lebens Glaubenssätze, die aufgrund von Erfahrungen entstanden sind.

Oftmals haben diese Glaubenssätze nichts mit der Wahrheit zu tun und verhindern, dass wir unser volles Potential leben.

In der MKA können alle Menschen wieder einen Zugang zu ihrer Kreativität erhalten.

Das Bild entsteht als Ausdruck der momentanen Situation und der seelischen Befindlichkeit.

Eine Bewertung oder ein Vergleich findet in keiner Weise statt. Dadurch können Hemmungen überwunden werden und neue Zugänge zu lange ungenutzten Fähigkeiten neu entdeckt werden.

Die MKA-Gruppensitzung hat eine feste Form, die in mehreren Phasen abläuft.

Nach einer kurzen Einführungs- und Vorstellungsrunde gibt es leichte Lockerungsübungen. Danach schließen sich das Erkunden der Atemformen an, die die Teilnehmer erspüren und mit den Händen zunächst in der Luft beschreiben. Diese Atemformen werden später mit beiden Händen auf Papier gemalt.

Danach gehen wir in die Meditation. Die Teilnehmer können hierfür selbst entscheiden, ob sie diese im Sitzen (auf Yogakissen) oder Im Liegen durchführen wollen. Für Meditationsanfänger werden in der Regel geführte Meditationen verwendet, später finden diese in Stille statt.

Nach der Meditation erfolgt eine kurze Aktivierung und Bewegungseinheit und anschließend malen die Teilnehmer in Ruhe zunächst erneut die Atemform. Durch den Vergleich des Gemalten vor der Meditation werden oftmals bereits Entwicklungsschritte bewusst. Danach werden die Bilder mit Aquarellfarben ausgemalt. Diese fließenden Farben unterstützen den Prozess, Gefühle und Lebensthemen wieder in Fluss zu bringen.

In einer Schlussrunde haben wir die Teilnehmer die Möglichkeit, das Erlebte zu reflektieren und mit anderen zu teilen.

Ja, die MKA ist auch in Einzelarbeit möglich. Sprechen Sie mich hierzu an.

Die Therapie ist für Menschen jeden Alters geeignet – insbesondere bei Stress, Erschöpfung, Schlafstörungen, psychosomatischen Beschwerden, zur Tiefenentspannung oder als begleitende Maßnahme in Lebenskrisen. Auch zur Prävention und für spirituelle Entwicklung ist sie sehr hilfreich.

Personen, die unter Epilepsie leiden, sollten vor der Teilnahme an tiefenentspannenden Verfahren Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Die Therapie ist sehr sanft und wird in der Regel als angenehm empfunden. In seltenen Fällen können alte emotionale Themen kurzzeitig an die Oberfläche kommen – dies ist meist Teil des natürlichen Lösungsprozesses. Ein achtsamer Umgang und Nachgespräch begleiten diesen Prozess.